Konzeption und Methode

Für das Projektvorhaben wird auf einschlägige Vorarbeiten am DJI zurückgegriffen:
Das Bund-Länder-Projekt "Sprachliche Förderung in der Kita" am Deutschen Jugendinstitut (2006 bis 2008) hat für die Altersgruppe der drei- bis sechsjährigen Kinder ein innovatives Sprachförderkonzept entwickelt, das Fachkräfte zu einer systematischen sprachlichen Förderung quer durch den pädagogischen Alltag qualifiziert und dabei auf die kindlichen Aneignungsprozesse Bezug nimmt. Das Ergebnis des Projekts liegt als anschauliches, praxisnahes Material für pädagogische Fachkräfte vor (Jampert u.a. 2009).
Der im o.g. Projekt entwickelte Ansatz zur sprachlichen Förderung als grundsätzliche Aufgabe für Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungseinrichtungen soll übertragen werden auf die Altersgruppe der null- bis dreijährigen Kinder. Dafür ist zunächst eine Erweiterung der sprachwissenschaftlichen Grundlagen nötig. Weiterhin sind die Ermittlung der altersgemäßen Aktivitäten von Kleinkindern sowie die Verknüpfung von Sprachförderung mit dem sonstigen pädagogischen Bildungsangebot erforderlich.
Im Bereich der Interaktion mit Erwachsenen, der im Rahmen alltäglicher Aktivitäten wie auch in spezifischen Bildungsangeboten sprachliches Förderpotential bietet, rücken u.a. Alltagsituationen und Routinen in den Blick, wie das gemeinsame Essen oder Anziehen.
Weitere Schwerpunkte des Projekts:
Die besonderen Aspekte der sprachlichen Bildung und Förderung bei mehrsprachig aufwachsenden Kindern werden im Konzept berücksichtigt. Eine frühzeitige institutionelle Bildung und Betreuung von mehrsprachig aufwachsenden Kindern aus Familien mit Migrationshintergrund stellt an die Fachkräfte andere Anforderungen.
Ein weiteres Augenmerk wird im Projekt auf die Kooperation zwischen ErzieherInnen und Eltern gelegt. Das beinhaltet sowohl unterschiedliche Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Institution und Familie in der frühen sprachlichen Bildung als auch eine Sammlung von Praxisbeispielen dazu, wie Eltern ihre Kinder zuhause sprachlich anregen und aktivieren können.
Im Projekt werden entwicklungspsychologische und sprachwissenschaftliche Erkenntnisse zum kindlichen Spracherwerb zusammengeführt mit Praxisbeobachtungen und Erfahrungswissen zum kindlichen Sprachverhalten in Institutionen. Daraus ergibt sich für die Entwicklungsarbeiten eine enge Zusammenarbeit mit der Fachpraxis (ausgewählte Projekteinrichtungen, FachberaterInnen und MultiplikatorInnen). Im Rahmen einer Kooperation mit den Bundesländern Saarland und Hessen sind insgesamt sechs Projekteinrichtungen beteiligt. Darüber hinaus wird die theoretische Fundierung und Begleitung des Konzepts durch die Kooperation und Beratung mit Experten aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Bereichen gestärkt.

Kontakt

+49 89 62306-235
Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
81541 München

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