Zielsetzung

Die erhebliche Bedeutung familialer Bedingungen für schulische Kompetenzen und weitere Elemente des Lebenserfolgs ist mittlerweile vielfach dokumentiert und nachgewiesen. Auf der Ebene aggregierter Daten finden sich plausible und statistisch signifikante Zusammenhänge zwischen den sozialen, ökonomischen und kulturellen Ressourcen der Elternhäuser auf der einen Seite und einer Vielzahl von Erfolgsindikatoren auf der anderen Seite. Auf der Ebene der gesellschaftspolitischen Programmatik besteht Konsens darüber, dass eine gute Bildung nicht nur Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Arbeitsmarktintegration darstellt, sondern auch generell positiv Einfluss auf die gesamte Lebensführung nimmt, beispielsweise auf das Gesundheitsverhalten und das zivilgesellschaftliche Engagement sowie die soziale Integration.

Ziel des Projektes war es deshalb, den Alltag der Jugendlichen im Hinblick auf das Zusammenspiel von formellen und informellen, schulischen und außerschulischen Lernprozessen zu rekonstruieren. Es strebte an, die Potenziale und Barrieren eines gemeinsamen Bezugs auf ausgewählte Lernfelder durch die Familien und die Ganztagsschulen zu analysieren und daraus konzeptionelle Schlussfolgerungen zu ziehen. Zentrale Fragestellungen waren:

  • Welche binnenfamilialen Prozesse, Gelegenheiten und Ressourcen (insbesondere diejenigen, die aus der Erwerbstätigkeit der Eltern in materieller wie kultureller Sicht erwachsen) tragen zum Erwerb individueller Lebensführungskompetenzen der Jugendlichen bei?
  • Wie anschlussfähig sind diese familialen und individuellen Kompetenzen an den schulischen Kontext oder umgekehrt inwiefern entspricht das Ganztagsangebot den familialen Erfordernissen und jugendlichen Bedürfnissen?

  • Wie gestalten sich Bildungsprozesse im Rahmen außerunterrichtlicher Ganztagsangebote und inwiefern erfüllen diese eine kompensatorische Funktion in Bezug auf die Vermittlung von sozialem und kulturellem Kapital?
  • Welchen Einfluss nimmt die ganztägige Bildung und Betreuung zum einen auf das Freizeitverhalten der Jugendlichen und die Organisation des Familienalltages, zum anderen auf die Bildungseinstellungen der Jugendlichen und ihrer Eltern sowie ferner auf das Verhältnis von Elternhaus und Schule?

Kontakt

+49 89 62306-255
Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
81541 München

Gefördert / finanziert durch

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