Kommunen und Landkreise spielen eine herausragende Rolle bei der Koordinierung und Steuerung von Bildungsangeboten. Die Förderinitiative des BMBF "Transferagenturen für Kommunales Bildungsmanagement" setzt an den Erfahrungen des Programms „Lernen vor Ort“ – an und will den Aufbau eines kommunalen Bildungsmanagements in die Fläche tragen.

Die Transferagentur TransMit nimmt gezielt den mitteldeutschen Raum in den Blick. Die Ergebnisse, Verfahren, Produkte aus der fünfjährigen Projektlaufzeit von „Lernen vor Ort“ gilt es zu sichten, aufzuarbeiten und für andere Kommunen und Landkreise nutzbar zu machen. Darüber hinaus werden zugleich Ergebnisse und Verfahren angrenzender Programme und Projekte einbezogen (z.B. aus der Förderinitiative „Regionales Übergangsmanagement“ oder „Bildungsketten").

Die TransMit wird die Unterstützungsprozesse so gestalten, dass sie den gegebenen Bedingungen in Mitteldeutschland, die von urbanen Ballungszentren bis zu strukturschwächeren ländlichen Räumen reichen, gerecht werden.

Die zentralen Aufgaben der Transferagentur beinhalten folgende Aspekte:

  • Unterstützung von Kommunen und Landkreisen bei der Analyse ihrer jeweiligen Ausgangssituation und Identifizierung ihrer Bedarfe auf der Grundlage sozialwissenschaftlicher Methoden,
  • Auswahl und Anpassung von Modelllösungen sowie Erarbeitung von Fachkonzepten anhand der Bedarfe der Transferkommunen und -landkreise,
  • Aufbau und Weiterführung von Kommunikations- und Netzwerkstrukturen,
  • Bereitstellung externer Expertise und Organisation von Beratungs- und Qualifizierungsangeboten.

Lebenslanges Lernen ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten zu einer immer stärker werdenden Forderung geworden. Veränderte Rahmenbedingungen (z.B. demografischer Wandel, globaler Wettbewerb oder veränderte Anforderungen in Berufsbildern) haben dazu geführt, dass die Aneignung von Bildung im gesamten Lebensverlauf zu einer wichtigen Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe wurde. Anforderungen sind dabei, dass alle Personen Zugang zu Bildung in unterschiedlichen biografischen Phasen erhalten und dass Bildungsangebote abgestimmt angeboten werden. Das schließt alle Lernaktivitäten ein und reicht damit von formalen über non-formale bis zu informellen Lernprozessen.

Mit dem Aufbau eines kommunalen Bildungs­managements stellen sich Fragen nach der Art und Weise der Koordinierung und Steuerung. Ansatz soll hierbei eine Governance-Konzeption sein, die nicht zwischen Staat oder Markt entscheidet, sondern auf die Abstimmung zwischen unterschiedlichen Ebenen und Akteuren: von der Bildungsadministration, über kommunale Behörden, die Lehrerprofession, bis zu privatwirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren setzt.

→ Am DJI ist ebenso die Transferagentur Bayern angesiedelt. Link zu Transferagentur Bayern für Kommunales Bildungsmanagement

Informationen für Akteure der Kommunen in Mitteldeutschland

→ Weitere Informationen zur Arbeit der Transferagentur TransMit finden Sie auf der Webseite www.transferagentur-mitteldeutschland.de

 

 

 

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