Digitale Medien spielen in der Lebenswelt von Kindern eine immer größere Rolle. Smartphones zählen zur Standardausstattung in den Familien. Entsprechend groß ist das Softwareangebot, das sich an die junge Zielgruppe richtet.

Daraus ergeben sich besondere Herausforderungen für die Medienwissenschaften. Mit der Entwicklung von differenzierten Instrumenten zur Softwareanalyse, der Erfassung einer großen Spannbreite von Kinder-Apps sowie begleitenden Auswertungen und Berichten leistet dieses Projekt einen Beitrag zur Erforschung der App-Kultur.

Die Datenbank "Apps für Kinder" beinhaltet über 500 Rezensionen zu Kinder-Apps, die im Auftrag des DJI nach pädagogischen Kriterien bewertet wurden.

Das Projekt „Apps für Kinder“ setzt sich zum Ziel, die Datenbank „Apps für Kinder" weiterzuentwickeln und auszubauen. Der Datenbestand wird für das Erstellen von Trendanalysen sowie zur Ableitung aktueller Forschungsfragen genutzt. Die Projektergebnisse sowie die Datenbank werden ausgewählten medienpädagogisch engagierten Internetplattformen zur Verfügung gestellt.

Das Projekt „Apps für Kinder“ analysiert Softwareangebote für Kinder. Dabei liegt der Fokus auf folgenden Aspekten:

  • Entwicklung von Instrumenten zur differenzierten Analyse von Kindersoftware
  • Einordnung des Themas in aktuelle wissenschaftliche und pädagogische Diskurse
  • Einsatzmöglichkeiten von Apps in Kindertageseinrichtungen
  • Erstellung von aktuellen Trendanalysen
  • Vermittlung von Medienkompetenz

Das Projekt entwickelt Kriterien zur differenzierten Einordnung und Bewertung von Softwareprodukten, die sich an Kinder richten. Die grundsätzliche Struktur der Datenbank ist durch das Vorgängerprojekt vorgegeben. Um ein noch breiteres Spektrum von Apps differenziert bewerten zu können, wurden die vorhandenen Kriterien überprüft.  Dabei standen sowohl pädagogischen Ansprüche als auch potentielle Probleme und Gefahren im Vordergrund. Durch die erweiterten Kriterien wird die exakte Erfassung dieser Produkte in der Datenbank möglich. Darüber hinaus eröffnen sich neue wissenschaftliche Zugänge zur pädagogischen Bewertung von Kindersoftware.

Um den Datenbankbestand zu aktualisieren und angemessen zu erweitern, arbeitet das Projekt „Apps für Kinder“ mit einem externen Rezensenten­netzwerk und externen Kooperationspartnern zusammen, u. a. mit der Stiftung Digitale Chancen, Blickwechsel e. V., der Stiftung Lesen sowie jugendschutz.net.

Die in der Datenbank erfassten Apps werden anhand von Querschnittsanalysen und exemplarischen Inhaltsanalysen einzelner Angebote ausgewertet.

In der Anfangsphase des Projekts wurde geprüft, wie sich die Datenbank wissenschaftlich und pädagogisch sinnvoll weiterentwickeln lässt. Zu diesem Zweck wurden bestehende Bewertungssysteme analysiert und Änderungsvorschläge erarbeitet, die mit unseren Kooperationspartnern abgestimmt wurden (u. a. während des DJI-Workshops „Apps für Kinder“ am 4.7.2016).

Daraus ergaben sich folgende Ziele:

  • Die Datenbank wird noch stärker auf pädagogische Belange hin ausgerichtet. Rezension werden um pädagogische Einschätzungen ergänzt.
  • Da immer mehr Apps problematisch in Bezug auf Sicherheit und Kostenmodelle sind, werden diese Aspekte noch ausführlicher und differenzierter behandelt.
  • Statt einer pauschalen Wertung werden vier Einzelwertungen in den Kategorien „Spielspaß“, „Pädagogik“, „Sicherheit und Kosten“ sowie „Technik“ vorgenommen.

Die neuen Bewertungskriterien wurden in einem Kriterienkatalog zusammengefasst und mit Beispielen versehen. Auch wurde ein Anhang zur komplexen Materie des „Jugend-, Kinder-, Daten- und Verbraucherschutzes“ erstellt.

Das Eingabemodul unserer Datenbank wurde auf das neue Format umgestellt. Somit können sämtliche in der Laufzeit dieses Pro