EFZA

Was brauchen Adoptivfamilien?

13. Februar 2017 -

Erste vorläufige Ergebnisse einer Befragung des Deutschen Jugendinstituts zeigen, dass die meisten Adoptiveltern den Adoptionsprozess positiv bewerten. Zwei Gruppen der Familien haben aber besonderen Unterstützungsbedarf: Familien mit Kindern, die aus dem Ausland adoptiert wurden, und Familien mit Kindern, die schon älter waren, als sie adoptiert wurden. Beide Elterngruppen wünschen sich eine bessere Vorbereitung, mehr Nachbetreuungsangebote sowie einheitliche und transparente Verfahren.

Im Fokus der Forschung des Expertise- und Forschungszentrums Adoption am DJI (EFZA) steht außerdem die Frage, inwieweit Kontakt zwischen den leiblichen und den Adoptiveltern und -kindern förderlich ist. In der Praxis ist derzeit eine Entwicklung festzustellen, die weg von der „Inkognitoadoption“ führt und mehr persönliche Kontakte zwischen Adoptivkindern und leiblichen Eltern zulässt. Einen Rechtsanspruch auf Kontakt gibt es bislang jedoch nicht.

Das BMFSFJ wird im März 2017 in Zusammenarbeit mit dem EFZA ein Dossier veröffentlichen, das eine erste Bestandsaufnahme zu zentralen Bereichen des Adoptionswesens in Deutschland darstellt und wichtige Fakten sowie Perspektiven aufzeigt.

Weitere Informationen finden Sie im Newsletter und auf den Internetseiten des EFZA unter:

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