Forschung mit jungen Flüchtlingen – Ein Workshop am DJI gab Gelegenheit zum Austausch

24. Februar 2016 -

Minderjährige Geflüchtete, die mit oder ohne ihre Eltern in Deutschland ankommen, rücken zunehmend in den Fokus der Forschung. Die schwierige Erreichbarkeit, fehlende Sprachkenntnisse sowie die Schutzbedürftigkeit der Jugendlichen haben Einfluss auf das empirische Vorgehen von Forscherinnen und Forschern. Neben der Notwendigkeit eines verantwortungsbewussten Umgangs mit den Jugendlichen besteht der Anspruch, empirisch belastbares Material in diesem Feld zu erheben. Auf dem Programm des DJI-Workshops, an dem Expertinnen und Experten aus Deutschland, Österreich und Italien mit Erfahrungen in diesem Forschungskontext teilnahmen, standen sowohl allgemeine Fragestellungen zu einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Flucht als auch forschungspragmatische Fragen: Auf welchem Weg können die Jugendlichen erreicht werden? Wie kann mit Sprachbarrieren umgegangen werden und welche Kriterien beeinflussen einen gewinnbringenden Einsatz eines Dolmetschers bzw. einer Dolmetscherin? Was kann unternommen werden, um ein vertrauensvolles Verhältnis zu den Jugendlichen herzustellen und ein angenehmes Setting zu gestalten? Die Möglichkeit des Erfahrungsaustauschs und Netzwerkaufbaus in diesem noch jungen Forschungsfeld wurde von allen Teilnehmenden ausdrücklich begrüßt und rege genutzt.

Weitere Informationen zum DJI-Projekt „Unbegleitete und begleitete minderjährige Flüchtlinge“